Führungen in Okzitanien – Ferientour

GGeführte Vortrags-+ Ferienreise in Okzitanien:

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Das berühmte Rennes-Le-Chateau, das alte Zentrum Rhedae der Westgoten.

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Die Wolkenbastion Queribus in den Corbiéres, der Bergregion des Westgoten Alarich und den atemberaubenden Festungen der Katharer

Im Mai-Juni + September/ Oktober 2019 biete ich wieder meine speziellen Kenntnisse in Tages- oder Wochenführungen an. Ideal für individuelle Einzelführungen oder kleinen Gruppen. Wir gastieren  zentral in dieser Zeit in Montségur

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Minerve, der Standort der Templer und katharer. Zuvor der heiligste Ort der Druiden und der Kelten, Gallier und Westgoten

 

 

 

 

 

 

 

Sie können hier selbst Zimmer bei einem der Hotels oder den privaten Anbietern von Gästezimmern buchen bzw. auf dem örtlichen Campingplatz  geräumige Chalets mieten. Gern bin ich bei der Suche behilflich.

Von diesen exponierten Standorten lassen sich fast alle wichtigen Kultplätze und Naturschönheiten Okzitaniens im Umkreis von 100 km in einer Tagestour anfahren bzw. erwandern. Ich führe alle angemeldeten Teilnehmer zu den geheimnisvollen, teils unbekannten Kultorten der Druiden, Westgoten, Katharer, Troubadoure und Tempelritter im südwestlichen Okzitanien. Gerne gehe ich dabei auf ihre speziellen Wünsche ein.
Für Interessierte empfehle ich vorher mein aktuelles Buch , indem ca. 150 Kultorte, teils sehr detailliert dargestellt und historisch fundiert beschrieben werden.

Dieses Buch jetzt versandkostenfrei für 24,80 € jetzt bestellen:

bestellung@akasha-chronik.de
cover_rueckseiteFür Erstbesucher / Kleingruppen bis 10 Personen empfehle ich mein 10-Tage-Führungs-Pauschalangebot.

Geplant sind hierbei Besuche in  Carcassonne, Mirepoix, Puilaurens, Puivert, im Feenwald von Nebias, Dolmen von Sem, Montreal de Sos, Felsenkirche von Vals, Merowinger-Nekropole von Tabariane, Kultorte Rennes le Chateau,  Montségur, Foix und die mysteriösen Katharer-Grotten von Ussat-les-Bains.

Fragen oder Anmeldung unter info@akasha-chronik.de

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Geschichten des heiligen Grals und der Katharer,
sind eng mit einem Ort verbunden: Gralsburg Montségur

Die Verzauberung, die dieser sagenumwobene Ort auslöst, entstand auch aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage. Im äußersten Winkel Südfrankreichs liegt sie wie ein Adlernest in 1215 m Höhe auf dem schmalen Grat eines Berggipfels vor den Pyrenäen. Beim Blick von ihren Mauern befällt einen ein heftiges Schwindelgefühl angesichts der nach allen Seiten mehrere hundert Meter schroff abfallenden Steilhänge. Der Bauplan der Festung zeugt von tiefer Einsicht in die alten Mysterien. Die Burg besitzt ein Sonnenzimmer, in dem das Licht der aufgehenden Morgensonne den Raum wie ein Lichtschwert durchschneidet und das frühere Heiligtum im Inneren für einige Minuten illuminiert. Von hier aus wurde ab dem frühen 13.Jahrhundert die spirituelle Arbeit der katharischen Bruderschaft geleitet. Jeder neu geweihte Katharerpriester, auch Purs oder Parfait (Rein / Vollkommen) genannt, begab sich nach einem 4-jährigen Noviziat im Sabarthez auf einen 20 km Einweihungsweg über den 2300 m hohen Barthelmy zur Burg Montsègur. Der mächtige Felsblock mit seiner Burg, die wie eine Arche gebaut wurde, erscheint jedem Ankömmling majestätisch und uneinnehmbar. Hier wurde im März 1244 das Ende einer friedlichen, urchristlichen Bewegung besiegelt. Die Bruderschaft der Katharer (um 1215 mit ca.700 Parfaits in Westeuropa) und 1 Million ihrer Anhänger wurden fast 40 Jahre verleumdet, bespitzelt, systematisch verfolgt, bekämpft, gefoltert und bald in ganz Europa auf die Scheiterhaufen gebracht. Wegen der Katharer wurden zwei Kreuzzüge in Südfrankreich geführt und die Inquisition aus der Taufe gehoben, was Europa noch bis weit ins 17. Jahrhundert mit allen schrecklichen Folgen (Hexenverfolgungen / Verfolgung Andersdenkender / Folterjustiz und Scheiterhaufen) geißeln sollte.
Wer waren die Katharer und was haben sie getan, dass die weltliche Macht der römischen Kirche und der französischen Krone mit so viel Gewalt gegen diese Bewegung vorging?
Die Katharer selbst nannten sich >wahre Christen< und unterschieden sich in zwei Gruppen. Die große Mehrheit der einfachen Anhänger wurde „Credentes“ genannt und unterhielten nur eine lose Verbindung zur mystischen Religion der Katharer. Die Eingeweihten oder Vollkommenen waren die „Parfaits“, von der Bevölkerung auch >Bonhommés< oder >Bonfemmés< genannt. Sie lehrten ab dem 10. Jahrhundert ganz öffentlich ein Christentum der Liebe und der Toleranz ohne Dogmatismus, Autoritäten oder Angst vor Strafen. Bis auf die Geisttaufe lehnten sie alle Sakramente als überflüssig ab. Genauso weigerten sie sich das Kreuz mit dem Bildnis des Gekreuzigten anzubeten. Die Frauen >Bonfemmés< waren absolut gleichberechtigt und waren Priesterinnen, in einer Zeit, in der Frauen normalerweise als männliches Eigentum behandelt wurden. Die Parfaits lebten in Armut und Bescheidenheit und predigten dort, wo die Menschen lebten. Auf Dorfplätzen, in Grotten oder Waldlichtungen. Sie waren auch bei den einfachen Bürgern und Bauern, Katholiken, Juden, Moslems und den okzitanischen Adligen hoch angesehen. Die Parfaits wurden oft dankbar in Häusern und Dorfgemeinschaften eingeladen und aufgenommen, weil sie auch praktische Lebenshilfe boten. Sie kannten sich aus mit Heilkräutern und ersetzten für viele so den Arzt oder die Hebamme.
Sie führten freiwillig ein streng asketisches Leben und nahmen keinen Kirchenzehnten. Sie hatten keinen Prunk zu bieten, aber dennoch strömten die Menschen zu ihnen, weil sie die einfache Botschaft verstanden. Die Katharer verkündeten die einzig wahre und unverfälschte, liebevolle Heilslehre Christi mit ihrer klaren Sprache. Sie brachten ein eigenes, aus dem Latein übersetztes Buch mit dem neuen Testament heraus. 2 KatharerDie Katharer waren die geistigen Nachkommen der alten Gnostiker aus Alexandria und ihr heiligstes Buch war das Johannes-Evangelium. Es war für sie ein Einweihungsbuch. Die Gnostiker sprechen davon, dass wir Menschen nur noch einen göttlichen Funken im Herzen besitzen, der uns mit dem Göttlichen verbindet. „Der Mensch ist so tief in die Materie dieser Welt gefallen und verstrickt, dass er nur durch Selbsterkenntnis und wahre Nächstenliebe zu dieser Erkenntnis und dem Wunsch nach erlösender Befreiung gelangen kann. Wird das Leben danach freiwillig und ernsthaft ausgerichtet, kann die menschliche Seele ihre Katharsis (Reinigung) und innere Erneuerung erfahren, um diese Seele mit dem heiligen Geist zu verbinden“. Dies war auch der Weg, den die Katharer ihren Gläubigen erklärten, der aus der Gefangenschaft der Materie befreit und die Rückkehr zum Göttlichen ermöglicht. Für die Katharer war diese Welt nur eine Scheinwelt, die durch Materie die wahre göttliche Welt verhüllt. Auch das Jenseits war für sie nicht das ersehnte Paradies, sondern die Kehrseite des Diesseits. Ihr Bestreben richtete sich an eine göttliche Lichtwelt außerhalb von Jenseits und Diesseits. Sie wussten von der Reinkarnation und dem Rad von Wiedergeburt und Tod, aus dem sich der Mensch irgendwann befreien muss.
Nur wer den befreienden Impuls stark genug empfing, sollte diesen schweren Weg gehen und bereits zu frühen Lebzeiten das Consolamentum (Geisttaufe) erhalten. Dieser hohen Verantwortung wurden fast alle Parfaits gerecht. Allen anderen einfachen Gläubigen war es immer möglich, sich nur in Gottesdiensten mit dieser Heilslehre und dem Wissen zu verbinden. Sie erhielten ihr Consolamentum auf eigenen Wunsch erst in der Stunde ihres Todes. Um ein Parfait zu werden, mussten sich die katharischen Novizen/innen vier Jahre in strenger weltabgewandter Askese ins Sabarthez (Tal der Ariege) zurückziehen und sich immer mehr dem Stofflichen und Irdischen entziehen, bis sie zur Geisttaufe gereift waren. Die letzte Einweihung erhielten sie in der Grotte Bethlehem, von wo aus sie dann den Einweihungspfad zum 20 km entfernten Montsègur antraten.
Im Dienste der Menschheit gelang es in den rund 300 Jahren des Wirkens dieser Bruderschaft ungefähr 3000 Vollkommenen diese segensreiche Arbeit zu verrichten. Viele Adlige der verschiedenen Grafschaften in Okzitanien hatten Familienangehörige und Verwandte unter den Parfaits. Zusammen mit der Minnesängerkultur erreichten sie in diesem Land ihre höchste Blüte. Die gebildete und bescheidene Aristokratie im damals noch unabhängigen Südwestfrankreich schätzte die Lehren und die Lebensweise der Katharer. Sie bekamen immer stärkeren Einfluss im blühenden und freien Okzitanien, während man die Korruption und die Laster der römischen Kirche als abstoßend empfand. Akademien für die Naturwissenschaften und die Künste wurden gegründet und man arrangierte für die ganze Bevölkerung Blumenspiele und Sangesfeste. In der dadurch entstandenen kulturellen und geistigen Blüte traten die Troubadoure mit ihrer Sanges- und Dichtkunst auf. Besonders bekannt wurden die neuen Gralsversionen von Chretien de Troyes, Robert de Boron und dem Deutschen Wolfram von Eschenbach mit seiner Parsifal-Version vom heiligen Gral, die sehr eng mit dem katharischen und gnostischen Gedankengut verbunden ist, und auch im Zusammenhang mit dem Orden der Tempelritter wichtig ist.
Auch wirtschaftlich war dieses Land reicher als seine nördlichen Nachbarn. Das französische Königshaus und der Papst mit seinen Vasallen blickten neidisch und eher misstrauisch auf die Lebensverhältnisse im Süden des alten Frankenreiches. Das esoterische Christentum der Katharer und die gnostische Lehre waren natürlich schlimmste Ketzerei in den Augen der römischen Kirche. Zunächst entsandte sie ihre besten Prediger, um die katharischen Priester in öffentlich geführtem religiösen Disput bloßzustellen. Als dies gründlich misslang und einige der katholischen Priester sogar in Hochachtung von den katharischen Vollkommenen sprachen und manche gar überwechselten, griff man zu subtileren Mitteln. 1209 wurde der Mord an einem päpstlichen Legaten politisch benutzt, um endlich zum Kreuzzug gegen die verhasste Ketzerbrut im Süden aufzurufen.
Im Juni 1209 zogen Hunderte von Rittern und mehrere tausend angeworbene Räuber und Marodeure aus ganz Europa, denen man die Vergebung ihrer Sünden versprochen hatte, als Kreuzfahrerheer ins Languédoc nach Beziers. Nur auf Raub, Vergewaltigung, Brandschatzung und Mord aus, schlachteten sie in zwei Tagen fast 10 000 Menschen, davon zweihundert bekennende Katharer ab. Auf die Frage eines Ritters, der sich angesichts dieser Tatsache und der unverhältnismäßigen Brutalität gegen Frauen, Kinder und Greise empörte, entgegnete der päpstliche Legat zynisch: „Tötet sie alle, Gott wird die Seinen schon erkennen!“
Dieser Spruch prägte den weiteren Kreuzzug und wurde zum Trauma der ganzen okzitanischen Bevölkerung. Zunächst standen die Menschen unter einem großen Schock, doch den Widerstand der Bevölkerung konnte man dadurch noch nicht brechen. Das gelang erst in späteren Jahren der von den Dominikanern praktizierten Bespitzelung und der neu ins Leben gerufenen Inquisition, einem Vorläufer des perfiden Spitzel – und Polizeistaats. Peinlichste stundenlange Verhöre musste jeder Bürger über sich ergehen lassen und mindestens einen Ketzer mit Namen nennen. Die einst friedliche und frohe Lebensart des Südens wurde unterhöhlt durch Hass, Lügen und Angst. Die weitere Geschichte ist bekannt und nur in wenigen guten Büchern wahrheitsgemäß nachzulesen. Die letzten südfranzösischen Katharer zogen sich nach 40 Jahren der Verfolgung auf die Burg Montsègur und in das Ariege-Tal zurück. Eine Million Tote in Okzitanien
durch systematischen Mord, schwerste Verwüstungen, die das Land auf Jahrhunderte zurückwarf, waren der Preis für den Sieg gegen die Katharer und das ehemals freie Okzitanien.

Zehn Monate lang, bis zum März 1244, hielten nun 205 südfranzösische Katharer einem 2000 Mann starken Belagerungsheer am Montsègur stand. Verteidigt und beschützt durch 80 Soldaten und Ritter der Grafschaft, in dem die Burg lag, denn die Katharer waren Pazifisten, die weder gegen Mensch noch Tier ihre Hand erhoben. Letztlich ergaben sich die Verteidiger vom Montsègur den Belagerern freiwillig zu einem genau ausgesuchten, astronomisch besonderen Datum. Vier Parfaits gelang in der Nacht vor der Übergabe die Flucht. Was sie vor den Belagerern in Sicherheit brachten ist nie ganz geklärt worden und führte zu den wildesten Spekulationen. Am Morgen des 16. März kamen die Belagerten vom Berg herunter. Wer nicht vor dem Legaten abschwörte, sollte auf dem Scheiterhaufen sterben. Kein Katharer schwor ab. Sogar ein paar der Soldaten, die die Burg nur verteidigten, bekannten sich in letzter Minute noch zum katharischen Glauben und gingen lieber in den sicheren Tod, statt in die vermeintlich zugesicherte Freiheit. Mit Unglaube beobachtete der päpstliche Gesandte, wie sich die Katharer singend und freiwillig in die Flammen des vorbereiteten Scheiterhaufens warfen. Die Legende berichtet, dass an diesem Tag des enormen Lichtopfers eine Prophezeiung entstand, die besagt:
„Nach 700 Jahren wird der Lorbeer wieder blühen auf der Asche der Märtyrer!“
Um ca. 1320 hatte man auch die letzten katharischen Anhänger in den Grotten des Sabarthez aufgespürt und lebendig eingemauert. Damit war scheinbar alles beendet. Die Geschichtsfälscher der römischen Kirche machten in ihrer Hysterie aus den Katharern eine gefährliche und lebensfeindliche Mördersekte. Damit sollte das schwer beladene Gewissen beruhigt und das eigene Handeln gerechtfertigt werden. Auch rein äußerlich waren die Katharer und die okzitanische Kultur zu ihrer Zeit ein Licht in der Finsternis des düsteren Mittelalters in Europa. Der Montsègur war der spirituelle Leuchturm und das Tal des Sabathez ihr Hafen. Erst vor wenigen Jahrzehnten drang die wahre Geschichte des Montsègur und der Katharer wieder in das Bewusstsein einer größeren Öffentlichkeit. Damit wurde eine alte Prophezeiung wahr, das nach 700 Jahren des Vergessens das Erbe der Katharer wieder an das Licht der Welt dringen würdLuftbild.Montsegure.
Weisheit, Liebe und Lebensauffassung der Katharer entsprechen dem, was viele spirituelle Menschen heute in allen Formen dringend suchen. Unser Kulturkreis und unsere spirituellen Wurzeln haben eine geistige Kraft und Tradition, die wir bei den Katharern sehr deutlich wiederfinden.
Wer die Reise in dieses Gebiet unternimmt, hat die Möglichkeit mit seinem offenem Herzen und seinem Innersten die Liebe , das Licht sowie die Wahrheit über das alternative Christentum, seine keltisch-germanischen Vorläufer, der Bruderschaften des heiligen Grals und der Katharer selbst zu erleben und zu erfahren. Mit seinen ganzen Sinnen, die Orte aufzunehmen, welche eine entscheidende Rolle in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden spielten.

Text und Copyright 2003: Michael Hock

1 Kommentar

  1. Nicooe
    Feb 5, 2013

    Ich bin dabei und ich freue mich auf eine unbeschreibliche Reise

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